WTF-Moment des Monats Juli ’12: Mountain Lion Edition

Willkommen zum WTF-Moment Special zum Thema… naja, ihr wisst schon, dieses neue System für Fallobst-Computer. Bevor ich das System eventuell in den nächsten Monaten auch auf mein Produktivsystem ziehe habe ich mal mein MacBook geopfert und mir die Ausmaße eines Jahres Entwicklungszeit angesehen. Was die Installation angeht könnte ich die Prozedur durchaus als „Lion Todeskampf“ bezeichnen.

Schritt 1: Aufräumen und ausmisten

Als anständiger und einigermaßen erfahrender Mac-User müllt man natürlich zuerst einmal ein bisschen aus. Ich habe beispielsweise die Gelegenheit genutzt, um ein paar alte Partitionen zu entfernen und so ein wenig mehr Speicherplatz zu gewinnen. Tipp: Partitionierungen am Startvolume generell über das Recovery System durchführen. Macht man es im hochgefahrenen Zustand könnte es danach so aussiehen wie im Bild.

Schritt 2: Installation starten

Wenn man Spaß daran hat, 4GB mit 100kb/s immer und immer wieder herunterzuladen, so sind die 16€ durchaus gut investiert. Wenn man das nicht möchte, sollte man der Meldung einfach keinen Glauben schenken – Installation neu starten und schon läuft es.

Schritt 3: 1 Sekunden warten

Besonders für ehemalige Windows-Nutzer wird der Umstieg erleichtert, indem vertraute Eigenschaften, wie das unendlich scheinende Hängen bei 99%, in den Prozess mit eingearbeitet wurden. Grammatikfehler belustigen den Nutzer zusätzlich.

Schritt 4: Los geht’s

Obwohl man die Festplatte erst vor wenigen Stunden formatiert hat, ist hier schon Schluss. Die einzig verbleibende Möglichkeit ist jetzt, zum alten Lion zurückzukehren. Andere Auswege werden nicht präsentiert. Aber auch hier gilt: Meldung ignorieren, Installation neustarten – klappt.

Schritt 5: Die neue Zeitrechnung

Weder auf Fortschrittsleiste noch auf Restzeit sollte man sich während der Installation verlassen. Nachdem die Restzeit schließlich bei -10 Minuten ankommt, springt die Fortschrittsleiste wieder auf ca. 40% und die Restzeit auf 20 Minuten.

Schritt 6: Endlich fertig.

Wenn man nach Stunden dann endlich das System im hochgefahrenen Zustand vor sich hat, sollte man besser nicht anfangen, mit den dazugewonnenen Animationen in gewohnter Weise herumzuspielen. Schnell gerät man in die Bugfalle, die eine errötete Stirn durch lautstarke Schläge mit der Handinnenfläche dagegen zur Folge hat.

Fazit. Mir fallen zwei Gründe ein, Mountain Lion zu installieren. Der erste Grund ist, dass man Lion installiert hat und hofft, dass einige nervige Bugs in der neuen Version behoben werden. Wie erwartet wird man in dieser Hinsicht leider enttäuscht. Der zweite Grund wäre, dass man die neuen Funktionen wie Game Center oder die Mitteilungszentrale nutzen möchte. Obwohl ich die meisten davon eher unnötig finde, ist es wohl jedem selbst überlassen wie und ob er die neuen Features tatsächlich verwendet.

Zumindest die Mitteilungszentrale könnte sich in Zukunft als ein nützlicher Begleiter herausstellen. Allerdings auch die Diktierfunktion, welche diesen Blogeintrag teilweise getippt hat.

Andererseits haben sich zu den bekannten Lion-Bugs wieder zahlreiche neue Bugs dazugesellt. Ich würde auf Nummer sicher gehen und zumindest Version 10.8.1 abwarten.

**edit** Ich muss mich hier einmal korrigieren. Nachdem ich mich ein bisschen länger damit auseinandergesetzt hab, kann ich doch sagen, dass zwischen Lion und Mountain Lion Welten liegen. Es fühlt sich einfach runder an. Wenn mit den folgenden 1-2 Versionen die größten Bugs getilgt sind, könnte ich mich mit dem OS anfreunden. Durchatmen, abwarten.

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