Was war eigentlich mit dem BYOB-Film?

Bildschirmfoto 2013-05-18 um 14.16.59Als ich letztens zur Fehlermeldung rechts gefragt wurde, ist mir aufgefallen, dass ich nie die Story mit meinem BYOB-Film erzählt habe.

Ich habe damals für den Informatik-Unterricht dieses Projekt gemacht, das daraus bestand, in BYOB, einer Drag&Drop Programmierumgebung, einen zweiminütigen Film zu bauen und diesen vorzustellen.

Darauf habe ich 15 Punkte bekommen und den Film unter Copyright vielleicht etwas voreilig online gestellt. Dabei bin ich davon ausgegangen, dass diesen Blog wegen des doch eher spezielleren Themas nur Personen lesen, die wenigstens etwas mit Urheberrecht anfangen können. Doch schon Kant sagte damals das natürliche Böse des Menschen voraus – ich irrte mich gewaltig.

Dass jemand so faul ist, dass er lieber Google benutzt, ein zufälliges Projekt von einer zufälligen Website runterlädt und extrem unprofessionell abändert, wäre mir damals nicht wirklich in den Sinn gekommen. Aber es ist ja nicht nur das. Denn dass jemand so doof ist, nicht wenigstens den Autor zu überprüfen und festzustellen, dass dieser im Parallelkurs mit dem gleichen Lehrer sitzt… oh mann, ich kann mir nur jedes mal an den Kopf fassen wenn ich daran denke. Kein Wunder dass das Abitur immer weniger wert wird.

Ich bin ja für Open Source, aber das geht gar nicht. Der Typ hat übrigens noch einen Punkt bekommen für die Mühe, „byob film gut 15 punkte“ in das Google-Suchfeld einzugeben. Eine Entschuldigung habe ich nie von ihm bekommen und noch heute überlege ich, auf wie viel Geld man ihn hätte abmahnen können. Andererseits halte diejenigen, die willkürlich andere abmahnen, für Abschaum der Globalisierung… was soll’s.

Und deshalb ist der Download nicht mehr online.

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Mystische Kreaturen – im Ernst jetzt!

Das mag sich nach einem reichlich unpassenden Thema für diesen Blog anhören – und ja, das ist es auch. Obwohl… es gibt hier ja keinen wirklichen Leitfaden außer „Aneinandergereihte Wörter mit keinen Sinn ergebendem Gesamtkontext“. Also lasst uns diesen Qualitätsstandard aufrecht erhalten!

Ich erzähle euch heute also zur Abwechslung mal eine Legende. Im Jahre 2006 – damals lebte Dennis Ritchie noch und Auto-Tune war kein standardmäßig aktiviertes Feature – existierte ein kleines Weblog im Internet, in welchem eine junge Frau mit einem Enthusiasmus zum Kochen ein bisschen aus ihrem Leben schrieb. Am 6. Dezember 2006 verfasste sie zum Spaß einen kleinen Artikel zum Thema Werwölfe. Ein gut geschriebener Artikel, mit dem sie versuchte, den „Werwolf-Mythos“ aus wissenschaftlicher Sicht zu erklären, und zum Schluss kam, dass es selbstverständlich so etwas wie Werwölfe nicht geben kann.

Dieser eher scherzhaft gemeinte Artikel wurde von den Lesern auch zuerst entsprechend aufgenommen und kommentiert, doch plötzlich war alles anders: Die Kommentare wurden sehr seltsam. Ich meine damit nicht, dass es mysteriös wurde und plötzlich vermeintliche Werwölfe anfingen, Kommentare zu schreiben. Obwohl, eigentlich ist genau das passiert, nur anstatt irgendwie glaubhaft zu wirken war das Ganze so unheimlich grotesk dass ich es im Nachhinein als ein kleines Internet-Phänomen auffassen würde.

In einer wirklich unzählbaren Fülle von Kommentaren wurde der Blog-Artikel als Unterhaltung und Seelsorge missbraucht, und das mit einer so unglaublich hohen Rechtschreibfehlerdichte dass klar wurde, mit wem man es zu tun hatte. Nur zwei Kommentatoren stachen heraus, die sich als die „Werwolf-Botschafter“ bekannt gaben und naiven Seelen von ihren Erfahrungen, Eigenschaften und Fähigkeiten berichteten.

Es war ein gefundenes Fressen für jeden, der sich für Psyche, Aberglauben und Beeinflussbarkeit von Menschen interessiert. Ich persönlich habe Nächte damit verbracht, jeden Eintrag zu lesen. Alles was ich euch im WTF-Moment je gezeigt hab – im Vergleich zu dieser Konversation ist es absolut nichts.

Leider wurde der auf kaywa.com gehostete Blog aus mir unbekannten Grunden irgendwann geschlossen und die tausenden Kommentare landeten im Nirvana. Google hatte nichts im Cache, Archive.org kannte die Seite nicht. Jahre lang schien die unglaubliche Konversation verloren, welche wohl sicherlich eine der größten Attraktionen des Blogs mit dem Namen „Shibby“ war. Bis heute beweisen die Google-Suchvorschläge die Existenz der Konversation.

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Und das ist das Ende der Geschichte. Oder etwa nicht? Besitze ich, der kleine Winzling ohne selbst-gehostetem Blog, etwa die wahrscheinlich einzige existierende Sicherheitskopie dieses Artikels? Jetzt, zwei Jahre nach dem Verschwinden des Blogs, möchte ich die PDF aus meinem mit AES-256 verschlüsselten und über RAID-1 gesicherten Archiv hervorholen und der Nachwelt zur Verfügung stellen. Ich präsentiere euch 139 Seiten von etwas, für das ich keine richtigen Adjektive zur Beschreibung finde.

Gibt es so etwas wie einen Werwolf?

Auf Seite 19 geht es mit dem Kommentar von „Alpha-Rubin“ richtig los. Ich würde euch nicht raten es vollständig durchzulesen. Ich glaube ich habe dadurch einen ganzen Batzen Hirnzellen verloren.

Auch will ich darüber jetzt kein wirkliches Urteil sprechen, sondern überlasse das euch.

Aber abschließend noch meine Gedanken. Gibt es Werwölfe? Ich persönlich glaube es nicht. Gibt es Aliens? Ich hoffe doch. Mache ich hier aus einer Mücke einen Elefanten? Da bin ich mir ziemlich sicher. Aber ich habe es in einen schicken Text verpackt.

Die neuen Aufgabenbereiche

Offiziell gibt es im Abitur drei Aufgabenbereiche, die abgedeckt werden. Bei uns werden es wohl ein paar mehr werden.

AB 1: Reproduktion eines gelernten Themas.
AB 2: Anwendung eines gelernten Themas.
AB 3: Themen, die nicht direkt im Unterricht angesprochen wurden, sich aber aus den gelernten Themen herleiten lassen.
AB 4: Themen, die nicht im Unterricht angesprochen wurden und sich nicht aus gelernten Themen herleiten lassen.
AB 5: Themen, die fehlerhaft im Unterricht angesprochen wurden.
AB 6: Themen, die sich aus fehlerhaft im Unterricht angesprochenen Themen herleiten lassen.
AB 7: Themen, die sich fehlerhaft aus fehlerhaft hergeleiteten Themen die im Unterricht fehlerhaft besprochen wurden herleiten lassen.
AB 8: Themen, die den Anschein erwecken sollen, sich aus fehlerhaft angesprochenen Unterrichtsthemen herleiten zu lassen.
AB 9: Unlösbare Probleme.
AB 10: Themen aus dem Bereich Homöopathie, Vogelkunde und Esoterik.
AB 11: Aufgabenstellungen, die die Lösung eines Problems nicht zulassen.
AB 12: Aufgaben, bei der die Aufgabenstellung nicht vorgegeben ist.

Ein guter Changelog

Fundstück aus den untiefen meiner Festplatte. Wie sollten Changelogs aussehen? Genauer gesagt, was schreibt man in einen Changelog damit er so aussieht, als ob man hart gearbeitet hat, obwohl man nicht viel mehr getan hat als ein paar Konstanten anzupassen?

Ich präsentiere Version 0.8.0 von „Bulu“, einem Spiel das ich mal mit ein paar Freunden in der schuleigenen Informatik-AG, welche übrigens nicht mehr existiert seitdem wir sie verlassen haben, entwickelt habe.

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**0.8.0.0 (Veroeffentlicht am 13.02.2012)
– Offizielle Version fuer die CeBIT 2012
– Level 3 (ohne Grafiken) implementiert
– Neue Bauelemente in Initialisierungsroutine registriert und einkalkuliert
– Gravierenden, existenziellen Bug behoben, der im progressiven Level 3 auftaucht sobald Personen ableben
– Technisch ausgefeilte Fallback-Strategie zum Verhindern von negativen Werten implementiert
– Diverse das allgemeine Gesamtbild betreffende mannigfaltige grafische Anpassungen
– Level 2 harsch angepasst
– Bug behoben, der mit offenem Nahrung-Verkaufen-HUD auftritt wenn man eine neue Runde startet
– Bildungseinrichtungs-Bauelementstukturen sind nun selbstbewirtend
– Neue bool’sche elementare Datentypstrukturen in Bauelement-Basisklasse
– Grafischen Bug im Upgrade-Button behoben
– Bauelement-Dialog konsolidiert zum Verhindern von unnoetigen Hurenkindern
– Neue emanzipierte Achievements
– Allgemeine Verbesserungen in der Achievement-Syntax
– Anzeige der Geld-Ertraege im Bauelement-Dialog implementiert
– Mysterioesen Level Up Bug gefixt, kann mich zwar nicht mehr daran erinnern, war aber abgehakt auf der Flipchart
– Notification Center nachhaltig redigiert und syntaxtechnisch simplifiziert
– Fuer Entwicklungszwecke filigranen Debug Mode implementiert
– Obligatorischen CeBIT Modus manifestiert
– Repraesentative strukturelle Listenansicht der internen Instanzvariablen implementiert

Apple-Bann 2

19.02.2012 19:32 – Wow geil, ein iPad mit Retina Display!
19.02.2012 19:40 – Der A5X Prozessor muss so stark sein um so viele Pixel zu bedienen.
19.02.2012 19:41 – Dual Core Grafik! Die Pixel werden nur so fliegen!
19.02.2012 20:58 – Erstmal direkt eins mit 64GB und 3G bestellt.
16.03.2012 16:05 – Jaaaaa! Es ist da!!!!
16.03.2012 16:25 – Das ist so geil. Und so unglaublich schnell! Verdammt flüssig.
16.03.2012 18:54 – Mit meinem neuen iPad sind Wartezeiten Geschichte. Und die Retina-Grafik wird so richtig ausgenutzt. Ein Wunder dass der Prozessor keinen Lüfter braucht.

Ein halbes Jahr später…

23.10.2012 20:01 – iPad 4th Gen!?
23.10.2012 20:05 – Wow geil, ein iPad mit… äh… A6X Prozessor! Oder so. Lame.

< Apple Gehirnwäsche Part >

23.10.2012 20:10 – Jetzt wo ich so drüber nachdenke… das iPad 3 ist wirklich lahm wie Sau. Die Hardware konnte schon von Anfang an nicht mit dem Bildschirm mithalten.
23.10.2012 21:28 – Gutes iPad Release. Als Wiedergutmachung für das iPad 3. War wirklich das schlechteste iPad ever.
23.10.2012 23:32 – Jedes mal wenn ich mein iPad anmache schlaf ich immer fast ein. So ein langsames Gerät. Ich brauch ein iPad 4.

Als kleine Zusammenfassung momentaner Twitter-Geschehnisse, die beinhalten, dass alle Leute „urplötzlich“ merken wie langsam das iPad 3 ist und sich so die Rechtfertigung des wahrscheinlich uninteressantesten iPad-Upgrades der Geschichte selbst zusammenbauen. Hätten sie die Kamera erneuert würden sich jetzt alle über die Kameraqualität des „alten“ iPads beschweren.

Apple-Bann

12.09.2012 14:32 – Ich werde es mir zwar nicht kaufen, aber ich freu mich auf die Keynote. Das iPhone 5 wird super.
12.09.2012 19:40 – Größerer Bildschirm!
12.09.2012 20:31 – Bin irgendwie enttäuscht. Hab mehr erwartet.
12.09.2012 20:58 – Nein, ich bleibe bei meinem 4S. Hab ich doch erst vor 2 Wochen gekauft. Der Umstieg lohnt sich nicht.
12.09.2012 20:59 – Wenn ich eins kaufen würde, würde ich Schwarz nehmen. Weiß sieht irgendwie künstlich aus.
12.09.2012 22:08 – Ein iPhone 5 mit 16 GB reicht für mich aus. Ich benutz mein 64GB 4S nur zum E-Mails lesen.
15.09.2012 05:11 – Nein, ich kauf mir keins. Bei mir zu Hause habe ich im Umkreis von 140km sowieso keinen Empfang.
17.09.2012 19:04 – Ich brauch den größeren Bildschirm nicht. Wenn ichs irgendwann zum Testen brauche hol ich mir einfach den billigsten iPod Touch.
19.09.2012 16:34 – Hab heute son Typen mit ’nem iPhone 5 in der Bahn gesehen. So eine Geldverschwendung. Arschloch
19.09.2012 21:27 – Die Videos auf der Apple-Seite zum iPhone 5 machen es für mich echt schwer, zu widerstehen.
19.09.2012 21:28 – iPhone 5 Lieferdauer online 4 Wochen. So lange kann ich doch nicht warten.
19.09.2012 21:32 – Ich wünschte ich hätte vorbestellt.
19.09.2012 21:48 – 64GB iPhone 5 bestellt. Mal sehen ob es früher ankommt als mein Retina MacBook Pro.
21.09.2012 15:44 – Um die Geldausgaben zu kompensieren erstmal Strom, Wasser und Telefon gekündigt.
21.09.2012 16:01 – Nein, ich werd mein 4S nicht verkaufen. Es kommt in die Vitrine zu den anderen fünf. Man könnte es ja noch mal brauchen.
21.09.2012 16:04 – Hab meinen persönlichen Apple-Updatezyklus festgelegt: Neues MacBook jedes Jahr, neues iPhone alle 3 Monate. Wegen Akkuabnutzung und so.
19.10.2012 08:46 – Mein iPhone 5 ist soooo viel besser als das 4S!!! Ich geb das nie wieder her!
21.10.2012 21:35 – Neues iPhone 5 64GB bestellt. Das alte hatte einen Kratzer.

Musikrichtungen

Früher, während ich bei meiner Oma im Auto saß und mal einen Radiosender anmachte, den ich auch sonst hörte (also das ganze musikalische Standardzeugs auf das Leute in meinem Alter eben so stehen), fragte sie mich was ich denn an dieser Musik so toll fände und wo der musikalische Wert läge.

Ich hatte mir dann ausgemalt, dass es irgendwann, wenn ich mal alt bin, wieder so eine Revolution der Musik gibt. Ich hab mir vorgestellt, das sind dann alles elektronische, dissonante Klänge, die mir so richtig in den Ohren wehtun und ich absolut nicht ausstehen kann. Und alle Jugendlichen machen dazu Party und konsumieren das Zeug. Ich würde dann meine Kinder genau dasselbe fragen und mich über deren Musik beschweren.

Jetzt bin ich 17 Jahre alt. Und in den Charts läuft Dubstep.