Der Mac-Hipster

„Ich habe schon Macs benutzt bevor sie uncool waren.“ Nein, im Ernst jetzt.

Der echte Mac-Hipster…

  • hat ein MacBook Pro mit Retina Display. Aber nur Standardausstattung, man ist ja schließlich kein Geldscheißer.
  • benutzt Dock Skins und ändert das Finder-Icon.
  • hat ständig 10 Programme gleichzeitig offen, damit Mission Control nicht leer aussieht.
  • benutzt Find My Mac für das unter Pizzakartons vergrabene MacBook.
  • spart auf ein Apple Thunderbolt Display.
  • hat sich Final Cut Pro X gekauft und mit iTunes-Gutscheinen bezahlt.
  • hat iBooks Author installiert, ohne dass er jemals vor hat ein Buch zu schreiben. Aber es ist von Apple und gratis.
  • hat iPhoto im Dock und behauptet, dass die „bewegten Hintergründe“ bei ihm einwandfrei funktionieren.
  • hat immer irgendwo ein gecracktes Photoshop auf der Festplatte.
  • baut eine SSD ein, nur um das MacBook anschließend ständig demonstrativ auf Tische und Betten knallen zu lassen.
  • benutzt CoverFlow im Finder.
  • sendet Absturz-Berichte von Drittanbieter-Apps an Apple.
  • benutzt die Kabel-Aufroll-Klemmen am MagSafe-Netzteil.
  • verschwendet übermäßig viel Zeit damit, den Akku „gleichmäßig“ zu entladen.
  • suchen immer nach der Position, an der die meisten Leute den leuchtenden Apfel „bewundern“ können.
  • benutzt auf 27″ den Vollbild-Modus.
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sndscope Nachtrag

Kurzer Nachtrag. Ich wollte drei Screenshots mit euch teilen, die dadurch entstanden sind, dass ich die Framerate von sndscope auf 1 FPS gesenkt hab. Dadurch zeichnet er pro Frame 44100 Beams (abhängig von der Samplerate der Audiodatei) – so ähnlich als wenn man bei einem Oszilloskop die Intensität hochdreht sodass alles eine Weile „nachglüht“. Sieht nett aus.

sndscope

Bildschirmfoto 2013-03-30 um 01.26.26Hallo Freunde des schlecht geschriebenen Unsinns. Nachdem getDigital gestern das iOS-Oszilloskop vorgestellt hat, hab ich mich ein bisschen umgeschaut. Ich bin ja eher der Fan der analogen Scopes, welche es inzwischen für wenig Geld auf eBay gibt. Damit kann man auch lustige Sachen machen, wie zum Beispiel Sound in „Bild“ umwandeln, indem man den Stereosound mit dem X- und Y-Eingang verbindet.

Naja, und da ich in zwei Wochen Abitur schreibe und dementsprechend absolut nichts zu tun habe, habe ich mir überlegt, mir aufgrund akutem Oszilloskopmangels ein digitales „Sound-Oszilloskop“ zu schreiben – als Nachmittagsprojekt sozusagen 😉

Dabei habe ich übrigens zufällig herausgefunden, dass Mac OS X nicht richtig CPU-Ticks zählt und die Methode, mit clock_t verstrichene Zeit zu ermitteln, überhaupt nicht funktioniert.

Jedenfalls kann sndscope WAV-Dateien öffnen (sorry, ist halt verlustfrei) und sie „visualisieren“. Das sieht zwar aus wie Kauderwelsch, wird allerdings sehr cool mit der Musik aus diesem Video. Ich habe sie mal ins WAV-Format konvertiert: Download

Der Code ist für ein paar Stunden Arbeit entsprechend schlecht 😉 Manchmal ist der Ton nicht synchron, dann einfach mit cmd-L neustarten. Die gesamte Datei wird anfangs in den Speicher geladen, weshalb es ein paar Sekunden dauert.

Und ihr benötigt libsndfile auf eurem System. Dies geht ziemlich einfach im Terminal zu installieren, wenn ihr MacPorts habt. Dann einfach: sudo port install libsndfile

Zum Schluss ist hier der Quelltext auf GitHub und hier eine kompilierte Version: Download (läuft auf OS X ≥ 10.6)

iPhoto ist schon mal schlecht programmiert

Ich hatte eben einen Kernel Panic, während ich mit iPhoto durch meine Alben gegangen bin. Ungeachtet der Tatsache, dass ich ziemlich überwältigt war von dem Redesign des Kernel Panics mit Auto-Neustart, habe ich natürlich untersucht, was vorgefallen ist.

Der Panic-Bericht wurde mir sicherheitshalber schon einmal gar nicht erst angezeigt. Also habe ich mal die Konsole überprüft, und dort einige interessante Einträge gefunden. Seht zum Beispiel diesen hier:

19.03.13 22:17:50,613 iPhoto[1591]: It does not make sense to draw an image when [NSGraphicsContext currentContext] is nil.  This is a programming error. Break on void _NSWarnForDrawingImageWithNoCurrentContext() to debug.  This will be logged only once.  This may break in the future.

Erst einmal: Ja, es macht tatsächlich keinen Sinn, Bilder ohne einen NSGraphicsContext zu zeichnen. So viel Erfahrung hab ja sogar ich schon. Und schön fett „This is a programming error“ dranschreiben, ja ja. Daran kann man ja schon mal erkennen, dass Apple anscheinend überhaupt keinen Wert (mehr) auf Richtigkeit des Quelltextes legt, sondern lediglich darauf, dass es „halt irgendwie funktioniert“ und ganz dolle gut aussieht.

Das zweite Beispiel zeigt dies noch deutlicher.

19.03.13 22:17:50,513 iPhoto[1591]: The function `CGCMSUtilsGetICCProfileDescription‘ is obsolete and will be removed in an upcoming update. Unfortunately, this application, or a library it uses, is using this obsolete function, and is thereby contributing to an overall degradation of system performance.

Hier beschwert sich anscheinend die Framework-Abteilung über die schlampigen App-Entwickler bei der bekannten Fallobst-Firma. Und man sieht, dass die extrem geringe Geschwindigkeit aller neuerer Software von letzterer gar nicht daran liegt, dass sie „eben so viel kann und machen muss“, sondern viel mehr an schlampiger Entwicklung und noch schlampigerem Bugfixing. Es bedarf wohl einer Korrektur auf Apple’s Webseite:

iPhoto. Contributing to an overall degradation of system performance.

WTF-Moment des Monats Juli ’12: Mountain Lion Edition

Willkommen zum WTF-Moment Special zum Thema… naja, ihr wisst schon, dieses neue System für Fallobst-Computer. Bevor ich das System eventuell in den nächsten Monaten auch auf mein Produktivsystem ziehe habe ich mal mein MacBook geopfert und mir die Ausmaße eines Jahres Entwicklungszeit angesehen. Was die Installation angeht könnte ich die Prozedur durchaus als „Lion Todeskampf“ bezeichnen.

Schritt 1: Aufräumen und ausmisten

Als anständiger und einigermaßen erfahrender Mac-User müllt man natürlich zuerst einmal ein bisschen aus. Ich habe beispielsweise die Gelegenheit genutzt, um ein paar alte Partitionen zu entfernen und so ein wenig mehr Speicherplatz zu gewinnen. Tipp: Partitionierungen am Startvolume generell über das Recovery System durchführen. Macht man es im hochgefahrenen Zustand könnte es danach so aussiehen wie im Bild.

Schritt 2: Installation starten

Wenn man Spaß daran hat, 4GB mit 100kb/s immer und immer wieder herunterzuladen, so sind die 16€ durchaus gut investiert. Wenn man das nicht möchte, sollte man der Meldung einfach keinen Glauben schenken – Installation neu starten und schon läuft es.

Schritt 3: 1 Sekunden warten

Besonders für ehemalige Windows-Nutzer wird der Umstieg erleichtert, indem vertraute Eigenschaften, wie das unendlich scheinende Hängen bei 99%, in den Prozess mit eingearbeitet wurden. Grammatikfehler belustigen den Nutzer zusätzlich.

Schritt 4: Los geht’s

Obwohl man die Festplatte erst vor wenigen Stunden formatiert hat, ist hier schon Schluss. Die einzig verbleibende Möglichkeit ist jetzt, zum alten Lion zurückzukehren. Andere Auswege werden nicht präsentiert. Aber auch hier gilt: Meldung ignorieren, Installation neustarten – klappt.

Schritt 5: Die neue Zeitrechnung

Weder auf Fortschrittsleiste noch auf Restzeit sollte man sich während der Installation verlassen. Nachdem die Restzeit schließlich bei -10 Minuten ankommt, springt die Fortschrittsleiste wieder auf ca. 40% und die Restzeit auf 20 Minuten.

Schritt 6: Endlich fertig.

Wenn man nach Stunden dann endlich das System im hochgefahrenen Zustand vor sich hat, sollte man besser nicht anfangen, mit den dazugewonnenen Animationen in gewohnter Weise herumzuspielen. Schnell gerät man in die Bugfalle, die eine errötete Stirn durch lautstarke Schläge mit der Handinnenfläche dagegen zur Folge hat.

Fazit. Mir fallen zwei Gründe ein, Mountain Lion zu installieren. Der erste Grund ist, dass man Lion installiert hat und hofft, dass einige nervige Bugs in der neuen Version behoben werden. Wie erwartet wird man in dieser Hinsicht leider enttäuscht. Der zweite Grund wäre, dass man die neuen Funktionen wie Game Center oder die Mitteilungszentrale nutzen möchte. Obwohl ich die meisten davon eher unnötig finde, ist es wohl jedem selbst überlassen wie und ob er die neuen Features tatsächlich verwendet.

Zumindest die Mitteilungszentrale könnte sich in Zukunft als ein nützlicher Begleiter herausstellen. Allerdings auch die Diktierfunktion, welche diesen Blogeintrag teilweise getippt hat.

Andererseits haben sich zu den bekannten Lion-Bugs wieder zahlreiche neue Bugs dazugesellt. Ich würde auf Nummer sicher gehen und zumindest Version 10.8.1 abwarten.

**edit** Ich muss mich hier einmal korrigieren. Nachdem ich mich ein bisschen länger damit auseinandergesetzt hab, kann ich doch sagen, dass zwischen Lion und Mountain Lion Welten liegen. Es fühlt sich einfach runder an. Wenn mit den folgenden 1-2 Versionen die größten Bugs getilgt sind, könnte ich mich mit dem OS anfreunden. Durchatmen, abwarten.