Was war eigentlich mit dem BYOB-Film?

Bildschirmfoto 2013-05-18 um 14.16.59Als ich letztens zur Fehlermeldung rechts gefragt wurde, ist mir aufgefallen, dass ich nie die Story mit meinem BYOB-Film erzählt habe.

Ich habe damals für den Informatik-Unterricht dieses Projekt gemacht, das daraus bestand, in BYOB, einer Drag&Drop Programmierumgebung, einen zweiminütigen Film zu bauen und diesen vorzustellen.

Darauf habe ich 15 Punkte bekommen und den Film unter Copyright vielleicht etwas voreilig online gestellt. Dabei bin ich davon ausgegangen, dass diesen Blog wegen des doch eher spezielleren Themas nur Personen lesen, die wenigstens etwas mit Urheberrecht anfangen können. Doch schon Kant sagte damals das natürliche Böse des Menschen voraus – ich irrte mich gewaltig.

Dass jemand so faul ist, dass er lieber Google benutzt, ein zufälliges Projekt von einer zufälligen Website runterlädt und extrem unprofessionell abändert, wäre mir damals nicht wirklich in den Sinn gekommen. Aber es ist ja nicht nur das. Denn dass jemand so doof ist, nicht wenigstens den Autor zu überprüfen und festzustellen, dass dieser im Parallelkurs mit dem gleichen Lehrer sitzt… oh mann, ich kann mir nur jedes mal an den Kopf fassen wenn ich daran denke. Kein Wunder dass das Abitur immer weniger wert wird.

Ich bin ja für Open Source, aber das geht gar nicht. Der Typ hat übrigens noch einen Punkt bekommen für die Mühe, „byob film gut 15 punkte“ in das Google-Suchfeld einzugeben. Eine Entschuldigung habe ich nie von ihm bekommen und noch heute überlege ich, auf wie viel Geld man ihn hätte abmahnen können. Andererseits halte diejenigen, die willkürlich andere abmahnen, für Abschaum der Globalisierung… was soll’s.

Und deshalb ist der Download nicht mehr online.

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Der Mac-Hipster

„Ich habe schon Macs benutzt bevor sie uncool waren.“ Nein, im Ernst jetzt.

Der echte Mac-Hipster…

  • hat ein MacBook Pro mit Retina Display. Aber nur Standardausstattung, man ist ja schließlich kein Geldscheißer.
  • benutzt Dock Skins und ändert das Finder-Icon.
  • hat ständig 10 Programme gleichzeitig offen, damit Mission Control nicht leer aussieht.
  • benutzt Find My Mac für das unter Pizzakartons vergrabene MacBook.
  • spart auf ein Apple Thunderbolt Display.
  • hat sich Final Cut Pro X gekauft und mit iTunes-Gutscheinen bezahlt.
  • hat iBooks Author installiert, ohne dass er jemals vor hat ein Buch zu schreiben. Aber es ist von Apple und gratis.
  • hat iPhoto im Dock und behauptet, dass die „bewegten Hintergründe“ bei ihm einwandfrei funktionieren.
  • hat immer irgendwo ein gecracktes Photoshop auf der Festplatte.
  • baut eine SSD ein, nur um das MacBook anschließend ständig demonstrativ auf Tische und Betten knallen zu lassen.
  • benutzt CoverFlow im Finder.
  • sendet Absturz-Berichte von Drittanbieter-Apps an Apple.
  • benutzt die Kabel-Aufroll-Klemmen am MagSafe-Netzteil.
  • verschwendet übermäßig viel Zeit damit, den Akku „gleichmäßig“ zu entladen.
  • suchen immer nach der Position, an der die meisten Leute den leuchtenden Apfel „bewundern“ können.
  • benutzt auf 27″ den Vollbild-Modus.

Der Linux-Hipster

„Ich hab schon Linux benutzt bevor es cool war.“ Moment mal… Linux ist cool?!

Der echte Linux-Hipster…

  • hat herausgefunden wie dd funktioniert und benutzt es ständig, weil so was wie cp total out ist. Das wird den Anderen natürlich unter die Nase gerieben.
  • hat in der .bashrc mindestens 50 Aliase, um Effizienz zu demonstrieren. Benutzen tut er keinen einzigen.
  • benutzt privat Bash, steigt allerdings unter Freunden gerne mal auf csh oder zsh um. Weil’s individueller ist.
  • hat einen 2-Minuten VIM Crashkurs gelesen oder sich auf YouTube angeschaut und weiß gerade mal, dass man „i“ drücken muss, um Text einzugeben. Egal, immer wenn jetzt ein Text bearbeitet werden muss und versehentlich VIM statt Nano aufgeht, wird bei Freunden damit angegeben.
  • ist eigentlich nur als Root unterwegs. Sehr passend mit dem Shirt „Ich Root du nix“. Sehr breites Grinsen.
  • hat ein Fancy Computer Blink Blink Monitoring Tool auf dem Desktop, was Temperatur, Auslastung und Staubkörnerzahl darstellt. Braucht er nicht, es schindet aber Eindruck.
  • hat mal nach einem Tutorial die udev-Konfigurationsdatei geändert. Sagt, er hätte das halbe System neu schreiben müssen.
  • kompiliert, wo wir gerade dabei sind, seinen Kernel neu. Grundlos.
  • schreibt 2-Befehls-Shellscripts, um selbstgeschriebene Skripte nutzen zu können.
  • braucht eine 200 GB Swap-Partition – denn man kann ja nie wissen.
  • drückt lieber 50 Mal Pfeil-Nach-Oben anstatt "apt-get update" zu schreiben.
  • hat es geschafft, aus zwei Partitionen auf der gleichen Festplatte ein RAID 0 zu bauen.
  • hat für jede Ubuntu-Version einen eigenen USB-Stick.
  • benutzt Nachts heimlich Windows.

Ja, Linux ist cool. Der echte Blog-Hipster markiert übrigens zufällige Wörter des Artikels fett.

Mystische Kreaturen – im Ernst jetzt!

Das mag sich nach einem reichlich unpassenden Thema für diesen Blog anhören – und ja, das ist es auch. Obwohl… es gibt hier ja keinen wirklichen Leitfaden außer „Aneinandergereihte Wörter mit keinen Sinn ergebendem Gesamtkontext“. Also lasst uns diesen Qualitätsstandard aufrecht erhalten!

Ich erzähle euch heute also zur Abwechslung mal eine Legende. Im Jahre 2006 – damals lebte Dennis Ritchie noch und Auto-Tune war kein standardmäßig aktiviertes Feature – existierte ein kleines Weblog im Internet, in welchem eine junge Frau mit einem Enthusiasmus zum Kochen ein bisschen aus ihrem Leben schrieb. Am 6. Dezember 2006 verfasste sie zum Spaß einen kleinen Artikel zum Thema Werwölfe. Ein gut geschriebener Artikel, mit dem sie versuchte, den „Werwolf-Mythos“ aus wissenschaftlicher Sicht zu erklären, und zum Schluss kam, dass es selbstverständlich so etwas wie Werwölfe nicht geben kann.

Dieser eher scherzhaft gemeinte Artikel wurde von den Lesern auch zuerst entsprechend aufgenommen und kommentiert, doch plötzlich war alles anders: Die Kommentare wurden sehr seltsam. Ich meine damit nicht, dass es mysteriös wurde und plötzlich vermeintliche Werwölfe anfingen, Kommentare zu schreiben. Obwohl, eigentlich ist genau das passiert, nur anstatt irgendwie glaubhaft zu wirken war das Ganze so unheimlich grotesk dass ich es im Nachhinein als ein kleines Internet-Phänomen auffassen würde.

In einer wirklich unzählbaren Fülle von Kommentaren wurde der Blog-Artikel als Unterhaltung und Seelsorge missbraucht, und das mit einer so unglaublich hohen Rechtschreibfehlerdichte dass klar wurde, mit wem man es zu tun hatte. Nur zwei Kommentatoren stachen heraus, die sich als die „Werwolf-Botschafter“ bekannt gaben und naiven Seelen von ihren Erfahrungen, Eigenschaften und Fähigkeiten berichteten.

Es war ein gefundenes Fressen für jeden, der sich für Psyche, Aberglauben und Beeinflussbarkeit von Menschen interessiert. Ich persönlich habe Nächte damit verbracht, jeden Eintrag zu lesen. Alles was ich euch im WTF-Moment je gezeigt hab – im Vergleich zu dieser Konversation ist es absolut nichts.

Leider wurde der auf kaywa.com gehostete Blog aus mir unbekannten Grunden irgendwann geschlossen und die tausenden Kommentare landeten im Nirvana. Google hatte nichts im Cache, Archive.org kannte die Seite nicht. Jahre lang schien die unglaubliche Konversation verloren, welche wohl sicherlich eine der größten Attraktionen des Blogs mit dem Namen „Shibby“ war. Bis heute beweisen die Google-Suchvorschläge die Existenz der Konversation.

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Und das ist das Ende der Geschichte. Oder etwa nicht? Besitze ich, der kleine Winzling ohne selbst-gehostetem Blog, etwa die wahrscheinlich einzige existierende Sicherheitskopie dieses Artikels? Jetzt, zwei Jahre nach dem Verschwinden des Blogs, möchte ich die PDF aus meinem mit AES-256 verschlüsselten und über RAID-1 gesicherten Archiv hervorholen und der Nachwelt zur Verfügung stellen. Ich präsentiere euch 139 Seiten von etwas, für das ich keine richtigen Adjektive zur Beschreibung finde.

Gibt es so etwas wie einen Werwolf?

Auf Seite 19 geht es mit dem Kommentar von „Alpha-Rubin“ richtig los. Ich würde euch nicht raten es vollständig durchzulesen. Ich glaube ich habe dadurch einen ganzen Batzen Hirnzellen verloren.

Auch will ich darüber jetzt kein wirkliches Urteil sprechen, sondern überlasse das euch.

Aber abschließend noch meine Gedanken. Gibt es Werwölfe? Ich persönlich glaube es nicht. Gibt es Aliens? Ich hoffe doch. Mache ich hier aus einer Mücke einen Elefanten? Da bin ich mir ziemlich sicher. Aber ich habe es in einen schicken Text verpackt.

WTF-Moment des Monats: Nichtexistenter Frühling ’13

WTF-Moment Xtreme Super Golden Plastik Edition Relöadet is back!!111

Hier isser! Und er is neu! Hier sind die für die Verantwortlichen hoffentlich peinlichen Screenshots, präsentiert mit neuer, modernster Technik, an der ich eigentlich gar nicht mitgewirkt hab und die ich noch nicht einmal installieren musste. Ja, ich zwinge euch praktisch die noch nicht perfekt ausgereifte WordPress-Galerie zu benutzen, nur weil ich mich dann nicht mehr um das Layout kümmern muss. Na, erinnert einen das nicht an Apple?

(Klickt auf ein Bild um in den extremen Vollbildmodus katapultiert zu werden.)

edit: Wie vermutet sieht die Galerie im Feed katastrophal aus. Test nicht bestanden – beim nächsten Mal wieder im gewohnten Stil. Alle Feed-Leser müssen dieses Mal wohl oder übel auf die Webseite ausweichen. Sorry.

sndscope Nachtrag

Kurzer Nachtrag. Ich wollte drei Screenshots mit euch teilen, die dadurch entstanden sind, dass ich die Framerate von sndscope auf 1 FPS gesenkt hab. Dadurch zeichnet er pro Frame 44100 Beams (abhängig von der Samplerate der Audiodatei) – so ähnlich als wenn man bei einem Oszilloskop die Intensität hochdreht sodass alles eine Weile „nachglüht“. Sieht nett aus.

sndscope

Bildschirmfoto 2013-03-30 um 01.26.26Hallo Freunde des schlecht geschriebenen Unsinns. Nachdem getDigital gestern das iOS-Oszilloskop vorgestellt hat, hab ich mich ein bisschen umgeschaut. Ich bin ja eher der Fan der analogen Scopes, welche es inzwischen für wenig Geld auf eBay gibt. Damit kann man auch lustige Sachen machen, wie zum Beispiel Sound in „Bild“ umwandeln, indem man den Stereosound mit dem X- und Y-Eingang verbindet.

Naja, und da ich in zwei Wochen Abitur schreibe und dementsprechend absolut nichts zu tun habe, habe ich mir überlegt, mir aufgrund akutem Oszilloskopmangels ein digitales „Sound-Oszilloskop“ zu schreiben – als Nachmittagsprojekt sozusagen 😉

Dabei habe ich übrigens zufällig herausgefunden, dass Mac OS X nicht richtig CPU-Ticks zählt und die Methode, mit clock_t verstrichene Zeit zu ermitteln, überhaupt nicht funktioniert.

Jedenfalls kann sndscope WAV-Dateien öffnen (sorry, ist halt verlustfrei) und sie „visualisieren“. Das sieht zwar aus wie Kauderwelsch, wird allerdings sehr cool mit der Musik aus diesem Video. Ich habe sie mal ins WAV-Format konvertiert: Download

Der Code ist für ein paar Stunden Arbeit entsprechend schlecht 😉 Manchmal ist der Ton nicht synchron, dann einfach mit cmd-L neustarten. Die gesamte Datei wird anfangs in den Speicher geladen, weshalb es ein paar Sekunden dauert.

Und ihr benötigt libsndfile auf eurem System. Dies geht ziemlich einfach im Terminal zu installieren, wenn ihr MacPorts habt. Dann einfach: sudo port install libsndfile

Zum Schluss ist hier der Quelltext auf GitHub und hier eine kompilierte Version: Download (läuft auf OS X ≥ 10.6)